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2W Consulting Roger Walbersdorf & Thomas Wiechert GbR

Projekt 2W Consulting - Ingenieur­büro für Sicherheit, Qualität und Umwelt­schutz in Solingen


Gefährdungsbeurteilung

Die Gefährdungsbeurteilung ist das Kernelement zur Gewährleistung von Sicherheit und Gesundheitsschutz. Sie ist wesentlicher Bestandteil einer gut funktionierenden Arbeitsschutzorganisation.

Regelkreis

Grundlage für Gefährdungsbeurteilungen sind unterschiedliche Rechtsvorschriften: Arbeitssicherheitsgesetz, Gefahrstoffverordnung, Betriebssicherheitsverordnung, usw.

Gefahrstoffkataster

Laut Gefahrstoff-Verordnung ist jeder Arbeitgeber verpflichtet, ein Verzeichnis aller im Unternehmen vorkommenden Gefahrstoffe zu führen. Dies gilt nicht für Gefahrstoffe, die im Hinblick auf ihre gefährlichen Eigenschaften und Menge keine Gefahr für die Beschäftigten darstellen. Das Verzeichnis muss mindestens folgende Angaben enthalten:

  • Bezeichnung des Gefahrstoffes,
  • Einstufung des Gefahrstoffes oder Angabe der gefährlichen Eigenschaften,
  • Mengenbereiche des Gefahrstoffes im Betrieb,
  • Arbeitsbereiche, in denen mit dem Gefahrstoff umgegangen wird.

Betriebsanweisungen nach TRGS 555

Der Arbeitgeber stellt sicher, dass den Beschäftigten vor Aufnahme der Tätigkeit eine schriftliche Betriebs­anweisung zugänglich gemacht wird, die der Gefährdungs­beurteilung Rechnung trägt. Die Betriebs­anweisung ist in einer für die Beschäftigten verständlichen Form und Sprache abzufassen und an geeigneter Stelle an der Arbeitsstätte möglichst in Arbeits­platznähe zugänglich zu machen. Betriebs­anweisungen sind arbeitsplatz- und tätigkeitsbezogene verbindliche schriftliche Anordnungen und Verhaltensregeln des Arbeitgebers an Beschäftigte zum Schutz vor Unfall- und Gesund­heitsgefahren,

Brand- und Explosionsgefahren sowie zum Schutz der Umwelt bei Tätigkeiten mit Gefahrstoffen.

Es kann zweckmäßig sein, Betriebs­anweisungen in einen stoff- und tätig­keits­spezifischen Teil (Eigenschaften des Stoffes, Gefährdungen durch den Stoff, spezifische Schutz­maßnahmen usw.) sowie einen betriebs­spezifischen Teil (Alarmplan, Notrufnummern, zu benachrichtigende Personen, Verhalten bei Betriebs­störungen usw.) aufzuteilen. Es können zu einem betriebs­spezifischen Teil mehrere stoffbezogene Teile zugeordnet werden. Die Bedingung, eine "arbeitsbereichs- und stoffbezogene” Betriebs­anweisung zu erstellen, erfordert spezielle Informationen aus beiden Bereichen.